Das Gruppenbild mit Bürgermeistern (v.li.): Bürgermeister Francis Hublart, Unterpräfektin Marie Baville, der President der Gemeinschaft der Gemeinden Philippe Ducrocq, und Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer. Foto: Stadt Olsberg

Ganz im Zeichen des 100. Jahrestages des Waffenstillstands 1918 stand der Besuch einer Delegation der Stadt Olsberg in der französischen Partnerstadt Fruges. Begangen wurde dieser Anlass am Jahrestag des Verhandlungsbeginns zum Waffenstillstand. Grund: Es sollte nicht der Sieg über die Deutschen, sondern die deutsch-französische Freundschaft gefeiert werden. Bürgermeister Wolfgang Fischer betonte in seiner Rede, dass die Opfer nicht vergessen seien: „Auch wenn die Zeit mittlerweile weit entfernt scheint – die Menschen, die Leid erfahren haben, sind es nicht. Es waren unsere Familien, Verwandten, Nachbarn, unsere Vorfahren.“ Auch heute herrsche kein Frieden auf der Welt. Darum brauche man solche Gedenktage heute mehr denn je, um an das Schicksal der Menschen zu erinnern, die mittelbar oder direkt von Kriegen betroffen seien: „Es geht eben nicht allein um das Gedenken an das historische Ereignis Krieg, sondern vor allem auch um Einzelschicksale.“

Auch heute dürfe man jene nicht vergessen, die „von Flucht und Vertreibung betroffen waren und sind“. Er sieht Europa in der Pflicht: „Als Deutsche und Franzosen leben wir seit über 70 Jahren in Frieden – das hat noch keine Generation vor uns geschafft. Wir, die Deutschen und Franzosen, haben nach wie vor eine ganz besondere Verantwortung in Europa und auch für die Welt.“ Dieser Weg sei nicht leicht gewesen: „Viel Arbeit war nötig, viel Beharrlichkeit, viel Überzeugungskraft. Noch heute gibt es leider Menschen, die ein politisch vereintes Europa eher als Hypothek denn als Gewinn sehen.“ Frieden sei keine Selbstverständlichkeit.

Vor allem die junge Generation müsse wachsam bleiben und gefährliche Entwicklungen rechtzeitig bremsen. Wolfgang Fischer: „Heute müssen wir unsere Einsicht weitergeben an jene, auf die es morgen ankommt. Damit wir morgen auch noch in Frieden und Freiheit leben können. Das ist unser Auftrag für die Zukunft.“ Den Anwesenden rief er zum Schluss seiner Rede zu: „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!“ Die beiden deutschen Delegationen aus Olsberg und dem thüringischen Waltershausen legten im Rahmen der Zeremonie einen Kranz am Ehrenmal in Crépy nieder.

Zur Olsberger Reisegruppe zählten neben Bürgermeister Wolfgang Fischer auch Elisabeth Nieder als seine allgemeine Vertreterin, Burkhard Stehling als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat, das Ratsmitglied Jeannette Friedrich, Peter Rosenfeld als zweiter stellvertretender Bürgermeister, Natacha Lafleur als Übersetzerin und Timo Caspari von der Stadt Olsberg, der ebenfalls als Übersetzer fungierte.

Auf dem Programm stand auch ein Besuch der Kriegsgräberstätte „Notre-Dame-de-Lorette“ bei Ablain-Saint-Nazaire. Dort sind mehr als 45.000 Soldaten verschiedener Nationalität begraben. Zudem gibt es dort einen „Ring der Erinnerung“, der die Namen von fast 580.000 in Nordfrankreich gefallener Soldaten trägt. Der Bürgermeister der Gemeinde Crépy, Francis Hublart, hatte in Abstimmung mit der Gemeinschaft der Gemeinden der hohen Länder von Montreuil zu dieser Veranstaltung eingeladen. Neben der Delegation aus Olsberg war auch eine Abordnung aus der Partnerstadt Waltershausen in Thüringen vertreten.

Abseits der offiziellen Veranstaltung wurde den Besuchern aus Olsberg ein buntes Programm geboten – unter anderem wurden Besuche am „Cap grisnez“, einer Landzunge an der Kanalküste, sowie der Stadtmauer in Montreuil sur Mer unternommen. Der gesellige Part kam ebenfalls nicht zu kurz.

Seit Januar 2017 ist die Gemeinschaft der Gemeinden von Fruges mit der Gemeinschaft der Gemeinden von Hucqueliers zur neuen Gemeinschaft der Gemeinden der hohen Länder von Montreuil fusioniert. Im nächsten Jahr findet das 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft statt, dann soll eine neue Freundschaftsurkunde als neue Basis der Städtepartnerschaft zwischen Olsberg und der Gemeinschaft der Gemeinen der hohen Länder von Montreuil unterzeichnet werden.

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